A T E M R A U M
Atemtherapie
Atemschulen
Atembewegung
Atem u. Information
BĂŒcher
Veranstaltungen
Wir ĂŒber uns
Übersicht
Das ÜbertragungsphĂ€nomen

[ResonanzphĂ€nomene] [Homöopathie] [ZĂ€hne] [Heilhindernisse]

Aus dem Manuskript zu dem geplanten Buch “Atem und Information. Im vital-pathischen Resonanzkreis”

  Markus Fußer im GesprĂ€ch mit Myriam Bernardi   

Das ÜbertragungsphĂ€nomen
Inhalt:
  
Der Sprung in die Hermetik
Die zerrĂŒttete Sensorik
Informierende Resonanz
Übertragung und GegenĂŒbertragung in der Atembehandlung

 


Der Sprung in die Hermetik

Wenn man das Seelenleben in ResonanzphĂ€nomenen gegrĂŒndet sieht, kommt man nicht umhin, zu fragen, wie eine Atembehandlung durch Übertragungen belastet oder auch befördert werden kann.
Diese sind in der Tat auch aus GrĂŒnden vorhanden, die gar nicht mehr allein in der Natur der Atemarbeit liegen. Wir begegnen heute in unseren Atempraxen gehĂ€uft Menschen, die ĂŒber einen nur wenig reagiblen Muskeltonus verfĂŒgen, deren Atembewegung nahezu nur noch dem vegetativen BedĂŒrfnis zur Sauerstoffaufnahme folgt und auch nach einem Jahr Atembehandlung nur wenig auf den Kontakt mit der Hand reagiert. Wir können von einem vorpsychologischen Atem sprechen. Das Eigentliche in der Atemarbeit kommt deshalb wenig voran. Aber nicht nur deshalb, ist unser Thema brisant. Die Möglichkeiten zur Übertragung vervielfĂ€ltigen sich, wenn es nicht zum echten Kontakt in der Atembehandlung kommt. Auch deshalb wĂ€re es ein frommer Wunsch, dass das ÜbertragungsphĂ€nomen in der Atemarbeit irrelevant sei.

Und wie kommt das Übertragungsgeschehen, das ja ein seelischer Vorgang ist, in die Atembewegung hinein?
Die Übertragung geht nicht in einem Ă€ußerlichen Sinne in die Atembewegung hinein. Sie ist vielmehr in der Atembewegung selbst vorhanden. Die Frage danach, wie eine Übertragung hineinkommt, betrachtet den Atem nur als einen physiologischen Vorgang, in dem sich auch Seelisches zeigt oder ausdrĂŒckt. Man wird dem PhĂ€nomen Atembewegung innerhalb der Denkbahnen des klassischen Dualismus von Körper und Seele ĂŒberhaupt nicht ge- recht. Ich sage stattdessen, das die Atembewegung das gemeinsame Dritte von Körper und Seele ist und demnach die Atembewegung das ist, aus dem man das Seelische nur analytisch herausholt. Das Seelische ist eigentlich die Vermittlung des sinnlich-sensori- schen Reichs mit den Bewusstseinsfunktionen. Aber ein derart begriffenes Seelisches, kann gar kein mit der physiologischen Körpersubstanz vergleichbares Ding sein.

Arbeit mit der Atembewegung stellt Dir derartige Fragen. Sie wirkt selbstverstÀndlich seelisch, indem sie als pathische Arbeit im sinnlich-sensorischen Reich stattfindet?
Über die Atembewegung gilt es eine sinnlich-sensorische Mitte zwischen der InnenrĂ€umlichkeit und der AußenrĂ€umlichkeit zu finden. Den Begriff der Leiblichkeit will ich in Zuspitzung der anthropologischen, phĂ€nomenologischen und existenzphilosophischen Tradi- tionen exakt fĂŒr diese sensorische VerschrĂ€nkung von BinnenrealitĂ€t und Welt in uns selbst reserviert haben. Auf der Ebene der Atembewegung arbeitet das Innen am Außen und das Außen am Innen als informationsaustauschende Resonanzbeziehung. Nirgend anders als innerhalb der Resonanzbeziehungen finden die Übertragungen statt, die unbewusst das Verhalten sowie die Akte des Ichs dirigieren. Übertragungen sind ein PhĂ€nomen des Zwischen, wobei allererst ein in der Atembewegung selbst Informationen verarbeitet werden. Man darf diese UrsprĂŒnglichkeit nicht mit dem Sachverhalt verwechseln, dass wir der Übertragungen durch tiefenpsychologische Analyse oder verstehend-interpretierende Bewusstseinsakte gewiss werden können. Die Verdinglichung des Psychischen, die damit beginnt das man die Seele sagt, verdeckt nur, dass das Wesentlich bereits in der Atembewegung steckt.

Wenn du also den Informationszusammenhang betonst, dann hast du im Hinterkopf, das Du auch durch Resonanzabgleiche  seelisch-gistigen Inhalte von Übertragungen stimmig zu ermitteln vermagst?
Ja. Wir werden sicher darauf zurĂŒckkommen. Mit diesen Unterscheidungsmöglichkeiten im RĂŒcken, lĂ€sst sich auch zeigen, dass die Psychologie solange ihren Gegenstand nicht hat, als sie noch nicht zur Atempsychologie geworden ist.

Wie ist nun das Übertragungsproblem in der Atembehandlung selbst aufzuheben?
Es kann in ihr ohne weiteres Zutun gelöst werden. GrundsĂ€tzlich gilt es nicht nur wegen des Übertragungsproblems innerhalb des angebotenen sensorischen Raums der NĂ€he die Distanz zu halten, was nichts anderes bedeutet, dass eine gemeinsame Mitte zu finden ist. Nicht nur der Atembehandler bedarf der Mitte. Die Atembehandlung ist ein Unterscheiden im Verbinden, wodurch auch der behandelte AtemschĂŒler zu einer Mitte findet. Hierzu gilt es vor allem die “weibliche” oder “Yin”-Eigenschaft des Lassens und GewĂ€hrens zu ihrem Recht verhelfen, ohne das es keine selbstĂ€ndiges Sprechen des Inneren gegenĂŒber dem Äußeren gibt. Ersteres ist uns unbekannt und letzteres ist in uns selbst als Information vorhanden.

Das unbekannte Innere willst Du  als eine Informationsströmung in der Atembewegung verstehen. Diese vermischt sich mit einem informatorischen Abstimmungsprozess zwischen sich selbst und dem anderen. Das Innere kommt zu sich durch sensorische Raumpositionierung und Zentrierung. Das Äußere wird hereingenommen durch sensorische Ausdehung, Horizontbildung und pathische ReagiblitĂ€t.
Das vital-pathische Beziehen in der Atembehandlung ist nicht mit der empathischen Di- mension des Verstehens und Deutens innerhalb einer Psychotherapie gleichzusetzen. Ers- tere liegt letzterer zugrunde und geht zugleich ĂŒber sie hinaus. Vielmehr ist in der Atembe- handlung jener Kern der Person angesprochen, der dem verstehenden und deutenden Ich gar nicht zugĂ€nglich ist, weil er sich diesem hermetisch verweigert. Deshalb ist von einem unbekannten Inneren sowie vom Eigenen zu sprechen. Das Eigene stellt sich in der Beziehung her. Es steht in der Mitte zwischen Innen und Außen. In der Atembehandlung ist auch deshalb Distanz  in der Verbindung zu wahren, damit nicht nur das Innere, das dem AtemschĂŒler selbst unbekannt ist, zu sprechen beginnt, sondern dass auch ein Abstimmen des Eigenen mit dem Fremden möglich wird. Dadurch kann das Fremde ohne Selbstaufgabe zum Eigenen werden. Das Fremde muss abgewehrt werden, wenn das unbekannte Innere verschlossen bleibt. Was sich sensorisch entfalten will, kann durch das Ich gefördert oder verwehrt werden. Daraus entstehen die seelischen Probleme und auch die Möglichkeit der Übertragung

Du hast die fĂŒr die Entwicklung des Atems entscheidende Situation  des Vorstoßens zum Kern der Person auch einen Sprung in die Hermetik der Person genannt.
Ich will sie von der empathischen Ebene der Beziehung unterschieden wissen, auf welcher gemeinhin  Übertragungen und Projektionen in ihrem seelischen Ausdruck wahrgenommen werden. Im Sinne von Sigmund Freud wird das Ich in diesen FĂ€llen vom sogenannten Über- Ich regiert, weil ohne innere Eigenzentrierung und Reserve sich an Äußeres angepasst wird. Oder  ĂŒber das Ich wird vom unbewussten Es verfĂŒgt, wodurch keine schmiegsame ReagibilitĂ€t nach außen möglich wird. Die Person sitzt zu starr fest. Wenn dieser Sprung in die durch den anderem und sich selbst unverfĂŒgbare Hermetik der Person wĂ€hrend der Atembehandlung gelingt, gibt es keine Übertragung. Und wem das Weiterlaufen des Kontaktes in die Begegnung nicht gelingt, der verteilt Streicheleinheiten und hat es stĂ€ndig mit deren geheimen Motiven in Übertragungen sowie Projektionen zu tun.

Es wird oftmals bemĂ€ngelt, dass in der Atemarbeit seelische Konflikte nicht aufgearbeitet wĂŒrden.
Dies aber nun ein Themenwechsel. Die Übertragung als das Behandlungsgeschehen unter- minierende Konfliktdynamik ist von der klĂ€renden Wirkung der Atembewegung zu unter- scheiden. Hier existiert ein wesentlicher Unterschied zur Psychotherapie, weil diese be- kanntlich die Übertragung nutzt. Der Standpunkt der Psychotherapie wird aber unkundig, weil auf dieser Ebene der Atembewegung, wo Unbekanntes einer Person sprechen soll, es gar nichts mehr zu verstehen oder zu deuten gibt. Man kann seine GefĂŒhle oder die eines anderen aufarbeiten, um besser zu verstehen. Und das kann sehr wohl fĂŒr das Reifen einer Person dienlich sein, bei der das Unbewusste stĂ€ndig konflikthaft regiert und das psychi- sche Reflexionsvermögen gering ist. Dagegen kann man das Unbekannte per se nicht aufarbeiten, weil es gar nicht verfĂŒgbar ist. Man kann es nur zum Sprechen bringen . Und wenn das vielleicht bis in die seelische ErschĂŒtterung des eigenen SelbstverstĂ€ndnisses gelingt, dann leuchtet eine Gewissheit auf. Man will nicht mehr reden und auch nichts mehr wissen.

Also wenn in der Atembewegung das Entscheidende geschieht, dann wird es ruhig?
Jedenfalls habe ich noch nie ein BedĂŒrfnis zum GesprĂ€ch mit Worten verspĂŒrt, wenn das GesprĂ€ch ohne Worte in der Atembehandlung in eine menschliche Begegnung eingemĂŒn- det und die Person des AtemschĂŒlers aufgerufen worden ist. Gerade wenn in der Atembe- handlung derart Tiefes durchlebt worden ist, bin ich gehemmt,r noch etwas mit Worten draufzusetzen. Und ich musste auch lernen, nicht durch Worte zu verhindern, dass Tiefes geschehen kann. Deshalb gibt es manchmal bei mir Atemstunden, in denen sage ich im Prinzip kaum mehr als „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“. Diese ZurĂŒcknahme des Wortes ist im Grunde ein Stehen-bleiben vor dem „Geheimnis der Immanenz“, durch das hindurch die Atembewegung als Kardinalbeziehung der Transzendenz wirkt. Was der seelisch-geistige Inhalt des entscheidenden Moments ist, bleibt dem Bewusstsein selbst verschlossen, weil dieser Moment nur durchlebt werden kann. Dieser Inhalt kann uns nachtrĂ€glich, ausgelöst durch den unwillkĂŒrlichen Eigenfluss, aber inne werden.

Die Frage, wie die Atemarbeit beeintrĂ€chtigende Übertragungen einzugrenzen sind, siehst Du in erster Linie gar nicht wie ĂŒblich substanzhaft als eine innerseelische Angelegenheit. Du willst Sie stattdessen in Beziehung auf das Anliegen der Atemer- fahrung gelöst sehen?
Wenn es möglich ist. Aber dies gelingt mir zwar meisten, aber doch nicht immer. FĂŒr diesen Fall habe ich aber noch die Möglichkeit aufschlussreicher Resonanzabgleiche. Deren unmittelbarkeitscharakter in der Beziehung von Atembewegung und Information hat einen vorteilshaften Wert gegenĂŒber der körperpsychotherapeutischen Haltung in der Atemarbeit. Die Grenze fĂŒr ein absolut nichtbelastendes Verhalten oder die Übertragung mindernde Zugangsweise ist meist bereits da ĂŒberschritten, wo die unermessliche Unmittelbarkeit der Wahrnehmung verlassen wird. Vor die Atembewegung stellt sich der Gedanke. Alles Verstehen und Deuten, das ĂŒber das spontane Aufleuchten von Einsichten in das Ich hinaus will und diese in eine Erkenntnis umzusetzen beabsichtigt, kann zu einem Konstruieren werden, das die Person des anderen nicht mehr erreicht, entweder seine Seele gar nicht trifft oder sie einfach durch GegenĂŒbertragungen belastet.

Wer innerhalb der Atemarbeit das Wort einsetzt, hat demnach einen schmalen Weg zu gehen?
SelbstverstĂ€ndlich ist auf diesem auch die Stelle zu finden, wo das Wort direkt Atem wird. Es gibt in der Reihe der Atemtherapeuten viele, die hervorragend mit der Symbolik umzu- gehen verstehen. Nicht alles muss direkt ĂŒber die Hand gelöst werden und manches kann auch gar nicht sofort bewĂ€ltigt werden, weil die Zeit noch nicht reif dafĂŒr ist.

Aber es ist doch nicht nur das Reden, durch das ĂŒbertragen wird. Wenn man das ResonanzphĂ€nomen ernst nimmt, bedarf es nicht einmal des Wolrtes. Und ĂŒberhaupt beruht jede gute BerĂŒhrung auf einer Übertragung, weshalb man einen stimulierenden Informationsaustausch zugrunde legen muss.

Du hast recht. Nicht nur, soweit Du eine Übertragung im weitesten Sinne, nicht im Sinne eines bemĂ€chtigenden Verhaltens innerhalb einer pĂ€dagogisch-therapeutischen Beziehung meinst. Auch im engeren Sinne ist die Übertragung oder auch die Projektion da, ohne dass man sich ausdrĂŒckliche Gedanken macht. Diese Sichtweise drĂ€ngt die Informationsthematik auf.. Deshalb ist die Frage der belastenden Information durch Übertragung im Fall des Behandelns mittels der Haltung einer inneren SelbstĂ€ndigkeit zu lösen. In dieser Hinsicht hat Ilse Middendorf recht: Ich muss gut in meinem eigenen Atem stehen oder dieser muss sich beim Behandeln entwickeln. Nur geschieht das bei so vielen nicht, die mit ihrer Methode ausgebildet worden und auf diese eingeschworen sind. Doch der Übertragung als Informationsprozess kann noch etwas anderes vorhergehen: Wenn ich in Kontakt mit dem behandelten AtemschĂŒler komme, ist eigentlich weder Abwehr noch RĂŒckzug der Person des AtemschĂŒlers vorhanden. Diese sind grob ablesbare Merkmale des Muskeltonus. Dieser körperpsychotherapeutische Sachverhalt ist vom eigentlich seelisch-geistigen Informationsaustausch zu unterscheiden, der uns in eine wirkliche Atempsychologie fĂŒhrt.

Du sieht demnach die Frage der Übertragung durch die Frage des Kontakts gebrochen?
Was als seelisch-geistige Belastung vorhanden ist, wenn in der Atembehandlung der Kontakt weiterschwingt, wird nicht zum psychotherapeutischen Gegenstand, der sich mit Defiziten und klinischen ZustĂ€nden plagt. Breitet sich aber die muskeltonische Abwehr aus, so ist durch das kurze Hin und Her der Atembewegung  signalisiert, dass kein Kontakt entstehen kann. Entsprechendes gilt fĂŒr das Gedankenrauschen, das bei wenig robusten Naturen im RĂŒckzug aus dem Kontakt auftritt. Ohne die Spannung durch die Sammlung zerfließt der Atem gestaltlos. Die Atemkurve des Kontakts ist eine Sinusschwingung. Dieses PhĂ€nomen ist oftmals auch durch dentale Kunststoffbelastungen bei sensibleren Naturen ausgelöst. Diese leiden auch deshalb an EmpfindungsschwĂ€che. Und wenn eine Behandlungsliege auf einer den Muskeltonus absenkenden Wasserader steht, dann kann man das Behandeln aucn vergessen. Auch das gibts.

   Textanfang

   Inhaltsverzeichnis

 

 

Die zerrĂŒttete Sensorik

Zum Fluchtverhalten des DĂŒnnhĂ€utigen gehört also nicht nur die gestörte Sammlungskraft. Diese ist ein Element im Erfahrbaren Atem, das die Psychotherapie in dieser Zuspitzung als Atembeziehung nicht kennt. Die Körperpsychotherapie weiß ebenfalls, dass mancher Hypersensible wegen seines muskeltonischen KostĂŒms in seiner KontaktfĂ€higkeit eingeschrĂ€nkt ist.

Dieses PhĂ€nomen hat sich seit den neunziger Jahren massiv verbreitet. Man findet es nicht nur bei Schizophrenen. Auch narzistische Störungen oder Essstörungen zĂ€hlen zu den Betroffenen. Eine solche Grundtönung des Muskeltonus wird keineswegs selten, eher wohl fast immer, durch biologisch unvertrĂ€gliche Zahnwerkstoffe, oftmals Kunststoffe verursacht. Bei Fluchtverhalten bedarf es einer versierten Behandlung, die den AtemschĂŒler zur Besetzung des Eigenraums auffordert und ihn im sensorischen Verhalten in den Außenraum hinaus – also ihn in den Kontakt – lockt. Aber selbst diese Kunst dĂŒrfte auf einem ÜbertragungsphĂ€nomen nunmehr im positiven Sinne beruhen. Vom middendorfschen Standpunkt des Erfahrbaren Atems aus, soll sich die Frage der Übertragung in einer guten Praxis auflösen. Mehr Mittel sind durch das Verfahren selbst nicht gegeben. Allerdings ist gerade dessen Wirksamkeit durch das Heilhindernis biologisch inkompatibler Zahnwerkstoffe eingeschrĂ€nkt, die das gesamte sensorische Spannungskleid zerrĂŒtten können.

Du sieht demnach das ÜbertragungsphĂ€nomen auch durch Zahnwerkstoffe ausgelöst.

Man muss das ganz eng miteinander verknĂŒpft sehen, wenn man um die Resonanzthematik weiß. Dentale Belastungen verwickeln sich grundsĂ€tzlich mit seelischen. Friedrich Ochsenreither hat ĂŒber ein Jahrzehnt lang den informatorischen Personenbezug der ZĂ€hne bis hinein die Art ihrer Erkrankungsmöglichkeiten erforscht. EntzĂŒndungen entstehen demnach durch Energiezufluss von anderen. Man ist dann Opfer einer Übertragung geworden. Degenerationen sind Resultat von Projektionen. Bei diesen werden energieziehende Prozesse der Gegenseite nicht erkannt oder verdrĂ€ngt.

In Deinem Buch „Ruinöse Zahnstoffe“ beschreibst Du, wie ein tonisches Fluchtverhalten bei sensibleren Naturen systematisch durch kunststoffhaltige Zahnmaterialien ausgelöst wird.

Das geschieht flĂ€chendeckend, nachdem es nur noch selten Patienten gibt, die nicht mit diesem Zeug gesegnet wurden. Die Körperpsychotherapeuten stöhnen ĂŒber das PhĂ€nomen, wonach Menschen, die nach traditioneller Sichtweise hochsensibel sind, gar nicht mehr ihren Körper spĂŒren. Sie sind unempfindlich geworden.

Dann kann man ja auch gar nicht mehr am Atem arbeiten?

Die Atembewegung reagiert in diesem Fall auch gar nicht mehr tonisch, sondern funktioniert als vegetativer und entpersönlichter Mechanismus – als Atemapparat. Die klassische Atemarbeit kann dabei auch kontraproduktiv sein oder auch werden. Man kann diese Kunststoffbelastungen bis zu einem gewissen Maße ausgleichen. Das regelmĂ€ĂŸige Trampolinspringen ist ein außerordentlich effektiver Zwerchfellzieher. Gegen Kunststoffbelastungen hat Friedrich Ochsenreither eine wirkungsvolle Zahnnosode entwickelt. Aber bei letzterem ist Vorsicht geboten. Ich gebe sie meinen AtemschĂŒlern nur in die Hand, wenn ich sie behandle. Oder ich lasse sie diese Gegeninformation eine viertel Stunde in der Tasche tragen. Es kann dann aber sehr schnell passieren, dass eine Überreizung eintritt. Die ZĂ€hne können schmerzen oder der Atem sich sehr stark verkrampfen, dass ein ÜberreizungsgefĂŒhl auftritt.

Aber zu einer wirklichen Vollatembewegung, die innerlich gestalthaft differenziert ist, kommt man durch diesen Ausgleich nicht?

Bei den Hypersensiblen nie und nimmer. Und auf Dauer wird die Atemarbeit selbst bei ehemals gut tonisierten kontraproduktiv. Es entsteht zwar eine höhere DurchlĂ€ssigkeit, aber die dentale Belastung bleibt. Das Üben vermag diese kaum aufzulösen. Indem die Belastung gegen dieses agiert, verbessert sich nicht der Durchfluss. Vermeintlich passiert etwas, aber es bildet sich keine bestĂ€ndige AtemqualitĂ€t. Es entsteht Unruhe, ja manchmal depressive Verstimmungen, wenn die Atembewegung nur gegen die Festhaltungen im oberen Atemraum anrennt. An diesen noch verkannten Dentalbelastungen sehe ich den Grund, weshalb homöopathische Medikamente nicht mehr durchschlagend wirken und der Besuch bei homöopathischen Praxen zurĂŒckgeht.

Also das klassische Üben am Atem kann in der Selbstzerstörung enden? Gibt es spezifische AtemĂŒbungen gegen Kunststoffbelastungen?

Es gibt auf diese PhĂ€nomene eine systematische Atemantwort. Sie stammt von Maria Höller, die jahrelang Ilse Middendorfs Assistentin in der Ausbildung war. Sie nennt ihre Arbeit „Tonus und Ton“. Sie klagt den Tonus fĂŒr den Ton ein, was nach der reinen Lehre gar nicht nötig sein dĂŒrfte. Jedenfalls kompensiert sie in hervorragender Weise die Kunststoffbelastungen. Ob aber mit diesem Handwerkszeug noch jene formbildende Differenzierungsleistungen eingelöst werden können, um die es Middendorf ging, ist fĂŒr mich nicht fraglich. Es geschieht einfach nicht.

Wie sieht diese Arbeit aus?

Sie hat die middendorfschen Übungen nach folgenden zwei Prinzipien umgearbeitet. Das eine betrifft die vertikalen Beziehungen. GegenĂŒber den Kopf-Schulter-Spannungen, mit denen der Organismus auf kunststoffhaltige Zahnwerkstoffe  reagiert, wird mit Gegenspannungen an Hand und Fuß arbeitet: Mit einem krĂ€ftigen Fußdruck oder mit einem krĂ€ftigen Griff der Hand am Hocker, welche eine transsensische Spannung gegen den Boden oder gegen den Sitz aufbaut, wird eine Umpolarisation der Spannung erreicht, wodurch wieder Atemfluss stattfinden kann. Durch diese  forcierte Höhertonisierung wird ein muskeltonischer Ausgleich in diesen Leibpartien geschaffen, von denen durch Kunststoffbelastungen oft die Energie abgezogen wird. Es kommt etwas ins Fließen und der getönte Laut wird krĂ€ftig. Außerdem werden nach innen gerichtete Bewegungen nie als solche stehen gelassen. Sie werden sofort in eine Gegenbewegung in den Außenraum ĂŒberfĂŒhrt. Diese horizontale Ausrichtung in den Außenraum, soll einem spannungslosen Versacken entgegenarbeiten. Die Zwischenrippenmuskulatur wird beweglicher.

Diese Modifikation der middendorfschen AtemĂŒbungen etwas an die Atemarbeit von Volkmar Glaser.

Im Grunde finden wir bei Maria Höller eine Integration von middendorfscher Atemerfahrung und der Psychotonik von Volkmar Glaser, der in seiner Arbeit vom SelbstgespĂŒr wegging und das Über-sich-hinaus-spĂŒren unterrichtete. Durch diese Bezugnahme auf den Außenraum oder besser hin zum Partner arbeitete Glaser der untertonisierten Abspannung von der Welt entgegen, das ein Signum vieler Krankheiten darstellt. Wir mĂŒssen bei dieser Thematik berĂŒcksichtigen, dass das gut tonisierte Normalverhalten alles andere als ein In-sich-Hinein-spĂŒren ist. Wir machen in der Atemarbeit ĂŒber weite Strecken etwas, was gerade das Gegenteil eines Kontaktverhaltens ist: Wir spĂŒren ĂŒber uns hinaus, spalten uns im Normalverhalten nicht in ein Erleben der Innenwelt und eine Wahrnehmung der Außenwelt auf.

Du empfiehlst nicht einfach mal auszuprobieren

Man glaubt, man können gegenĂŒber vielem, was heute auf dem Markt ist, nach dem Motto herangehen, versuchen wir es mal, es kann ja nicht schaden. Das halte ich fĂŒr naiv und wird der Sache nicht gerecht. Und wenn nun das vital-sensorische Kontaktverhalten durch Kunststoffe beeintrĂ€chtigt ist, so kann bei einer fast nur vegetativ reagierenden Atembewegung die Atemarbeit ausgesprochen contraindiziert sein. Dies gilt aber auch fĂŒr viele heute praktizierte Körperarbeiten. Gerade bei derartigem Muskel- und AtemkostĂŒm wird mit derartigen Praktiken ein SubjektivitĂ€tsdruck erzeugt, der in der Flucht vor der Welt und einem leidigen Verfallensein endet. Mancher fragt sich verzweifelt, nachdem er sich das Amalgam hat entfernen lassen, sich nur mit Lebensmittel aus dem Naturkostladen verköstigt und jeden Tag seine Yoga ĂŒbt, warum nun ausgerechnet er krank wird.

Veraltet damit Ilse Middendorfs Werk durch die zweifelhaften Errungenschaften der Zahnmedizin.

Wenn es keinen biologisch kompatiblen Ersatz fĂŒr die Kunststoffe gibt, droht dies zumindest ihrem Praxisausrichtung. NatĂŒrlich veraltet auch das SelbstverstĂ€ndnis um den Atem, das sie als Pionierin gewonnen hat und das in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts grĂŒndet. Doch die molekularbiologischen Wissenschaften wird auch auf dem zahnmedizinischen Gebiet FrĂŒchte bringen. Man ist in Japan schon weitergekommen und arbeitet mit Stoffen, die kleine Löcher an den ZĂ€hnen biologisch zuwachsen lassen. Diese werden heute durchgĂ€ngig mit Kunststoffen gefĂŒllt, was verheerende Wirkungen anrichtet, weil bereits eine kleine Ausbesserung genĂŒgt, um die inneren Regulationen zu stören und das menschliche Ausdrucksverhalten verarmen zu lassen.

Es kommt bei Kunststoffbelastungen nicht mehr zur Begegnung in der Atembehandlung

Der hermetische Sprung bei Kunststoffbelastungen gelingt allein durch die Behandlung selten und wenn, dann kann der mögliche Profit nicht gehalten werden. Was sich in einer Atembehandlung löst, wĂ€chst wegen der Kunststoffbelastungen bei den meisten nicht mehr weiter, wie es frĂŒhere Erfahrungen im Umgang mit dem Atem postulieren. Es kann nur durchs stĂ€ndige Üben gehalten werden. Es wird nicht im Sinne eines ErfĂŒlltseins lebensrelevant. Um unser Thema auf den Punkt zu bringen: Man braucht die Hermeneutik, um voran zu kommen. Was mit der Hand nicht mehr geleistet werden kann, soll das ichgefĂŒhrte Wort richten. Dann aber ist man bei der Körperpsychotherapie angelangt und man sollte nicht nur deshalb schon etwas ĂŒber das freudsche Modell von Übertragung und GegenĂŒbertragung wissen.

   Textanfang

   Inhaltsverzeichnis

 

 

Informierende Resonanz

Es gibt in der Atembehandlung wegen der großen NĂ€he die Möglichkeit eines symbiotischen Verhaltens, das von der Seite des Atembehandlers eingeleitet wird, wenn er z.B. helfen will.

In diesem Fall bleibt die in nuancierten Erscheinungen einzuhaltende Distanz nicht gewahrt. Ein solchen Verschmelzen muss sich gar nicht so klar im muskulĂ€ren Gesamttonus zeigen, wie es von der Körperpsychotherapie vornehmlich postuliert wird. Hier werden eigentlich nur die groben GeschĂŒtze wahrgenommen. Wir mĂŒssen darĂŒber hinaus die seelisch-geistige Information nach dem Resonanzprinzip verstehen, wodurch das eindringliche Spiel von Übertragung und GegenĂŒbertragung in einzelnen Leibbereichen stattfinden kann. In einem solchen Fall bekommt dies der Behandler zu spĂŒren. Das kann nur ein kurzer Moment sein. Manchmal kann er eine Übertragung wach abfangen. Aber einmal in den Atemzug des AtemschĂŒlers hineingegangen, verdankt der Behandler seinem Mitatmen, dass er sich nach der Behandlung erschlagen fĂŒhlt und nicht wie normalerweise durch den guten Kontakt belebt erfĂ€hrt. Vielleicht hat er anschließend dieselben Schmerzen, die sein AtemschĂŒler noch vor der Atembehandlung hatte. Dieser fĂŒhlt sich entlastet und denkt gar, was fĂŒr einen tollen Therapeuten er aufsucht.

Kannst Du hierfĂŒr ein Beispiel geben?

Belastungen des anderen können als Resultat einer Übertragung bei sich selbst empfunden werden und deshalb therapeutisch besser angegangen werden. Wichtig ist dann die eigene Achtsamkeit, die dem begegnet. So arbeite ich oftmals bewusst mit diesem SpĂŒrsinn, um ĂŒber wilde Resonanzabgleiche festzustellen, ob eine dentale Belastung bei einem AtemschĂŒler vorliegt. Indem ich bei mir spĂŒre, was einen Klienten belastet, was mache mir etwas bewusst, was sowie wirkt und aber was mich dann nicht mehr trifft.

Aber es gibt also auch die Möglichkeiten der Übertragung in Deiner Arbeit, von der Du belastet wirst.

So habe ich einmal fĂŒr eine Stunde einen MigrĂ€neanfall durchleben mĂŒssen. Bei meiner AtemschĂŒlerin hatte diese vor meinem Praxisbesuch aufzusteigen begonnen. Ich legte darauf die ganze Behandlungsstunde meine Hand auf ihre Stirn. Mehr tat ich nicht. Sie war natĂŒrlich froh, dass die MigrĂ€ne ausblieb. Doch dieses Ausbleiben beruhte auf einem Fehler meinerseits. Ich lernte drastisch, dass man sich davor hĂŒten muss, etwas dem anderen Gutes antun zu wollen. Als dies geschah, arbeitete ich noch nicht mit der Human-Spektral-Analyse. Ein weiterer Satz grĂŒndet auf dem ResonanzphĂ€nomen: Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Das ÜbertragungsphĂ€nomen in seiner subtileren seelisch-geistigen Dimension ist durch die ochsenreithersche Human-Spektral-Diagnostik identifizierbar.

Oh ja. Da sich Übertragungen und GegenĂŒbertragen in allen pĂ€dagogisch-therapeutischen Beziehungen einschleichen, ĂŒberprĂŒft die ochsenreithersche Human-Spektral-Diagnostik zunĂ€chst immer jede belastende Information ĂŒber ein Testfeld, ob sie nicht vom Therapeuten selbst aktiviert wird und dieser nun durch den Patienten auf ein eigenes Problem gestoßen wird. Evtl. muss der Therapeut bei sich selbst regulieren, indem er sich gegenĂŒber der belastenden Information in eine innerliche Distanz durch das Sprechen eines Gegenprogramms setzt. Ich selbst gehe in diesem Fall kurz in meinen Atem und ĂŒberlasse diesem die KlĂ€rung. Oder ich suche nach dem Resonanzprinzip ein homöopathisches Medikament, das ausgleicht.

Das ÜbertragungsphĂ€nomen wird beim Austesten genutzt.

Ja und auch dabei ist achtzugeben. Der Therapeut sucht eventuell etwas fĂŒr sich und gar nicht fĂŒr seinen SchĂŒler heraus. Trotzdem verbessert sich die Atembewegung des AtemschĂŒlers. Denn wenn das Medikament in den Resonanzkreis eingebracht wird, wirkt dies direkt auf den Atem der Behandelten. Es wirkt beim AtemschĂŒler also nicht deshalb, weil dieser das Medikament gebraucht hĂ€tte, sondern weil der Atembehandler selbst um dieses bedĂŒrftig war. Also auch so laufen Übertragungen im Resonanzkreis, dieser SphĂ€re des Zwischen, in welcher die Seele eigentlich zu begreifen ist.

Kannst Du noch weitere Beispiele vorstellen?

Einmal suchte eine Kollegin Rat bei mir, nachdem sie mehrere Male nach einer Behandlung anhaltende Schmerzen am rechten Oberarm hatte. Es waren Schmerzen, die offenbar mit denen ihres AtemschĂŒler in Verbindung standen. Denn nach der Behandlung war dessen Qual nĂ€mlich weg. Ich nahm einen Resonanzabgleich ihrer Beziehung zu ihrem Klienten vor, um die Übertragungen und GegenĂŒbertragungen in ihrem seelisch-geistigen Informationsgehalt durchsichtig zu machen. Bei ihrem Klienten, der rheumatisch erkrankt war, testete ich die Information „Todessehnsucht“ und „Haltung wahren“. Bei ihr wurde die Information um einen „todgeborenen Bruder“ zutage gebracht. Davon wusste sie noch nicht. Auf ihr Nachfragen bestĂ€tigte ihre Mutter aber meine Ermittlung. Beide Informationsströme trafen bei ihr den SchultergĂŒrtel, der rechtsseitig fester war. Außerdem lag eine die Distanzmaße nicht achtende „Zuwendung“ ihrerseits vor, die offenbar das Einfallstor fĂŒr die Übertragungen darstellte. Ich testete außerdem eine belastende Resonanz am fĂŒnften Zahn rechts oben, welcher ein Geschwisterzahn ist und fragte sie, ob sie dort Probleme habe. An diesem Zahn war der Kiefer zurĂŒckgebildet. Ihr AtemschĂŒler hatte eine in ihr schlummernde Konfliktdisposition aktiviert, von der sie bislang nicht wusste: Er vertrat ihren totgeborenen Bruder.

Zahnerkrankungen wĂ€ren demnach auf ÜbertragungsphĂ€nomene zurĂŒckzufĂŒhren?

Ein Großteil seiner Forschung in den letzten zwölf Jahren widmete Friedrich Ochsenreither, der einen Arbeitskreis mit ZahnĂ€rzten aufgebaut hatte, dieser Frage. Er hat ein Zahnschema zu den symbolischen Beziehungen zwischen Menschen entwickelt. Die Personenzuordnung ist in der ĂŒblichen ZahnzĂ€hlung folgende: Die Einzer betreffen die Eltern und Ahnen, die Zweier die Geschlechtspartner, die Dreier die karmischen Problempartner, die Vierer die Kinder, die FĂŒnfer die Geschwister, die Sechser die Lebenspartner und besetzende Eltern, die Siebener Freunde, Bekannte und Schwiegereltern, die Achter Bekannte ohne Beziehung, berufliche Gegner und Rivalen. Ich teste meine AtemschĂŒler als erstes auf Zahnbelastungen durch und empfehle ihnen dann evtl. den Besuch eines Zahnarztes.

Was sind Zahnnosoden?

Zahnnosoden wurden zuerst durch die Elekroakupunktur entwickelt und werden heute auch breiter bei nach dem homöopathischen Prinzip arbeitenden Therapeuten eingesetzt. Sie sind nach dem Prinzip der Isopathie (das Gleiche) oder Homöopathie (das Ähnliche) verdĂŒnnte und verschĂŒttelte, also potenzierte Medikamente. Sie betreffen Zahnmaterialien (Amalgam, Kunststoffe, Lote, Keramikverblendungen). Ochsenreither hat allein ĂŒber fĂŒnfzig Nosoden zu belastenden Zahnmaterialien entwickelt. Aber auch devitale und wurzelbehandelte ZĂ€hne sowie KieferentzĂŒndungen behandelt die Elektroakupunktur mit Zahnnosoden. Wenn ich eine solche dem belastenden AtemschĂŒler in die Hand gebe, aktiviert sich schlagartig der Atem, wodurch sie spĂŒren, was ihnen ansonsten fehlt. Ich kann mit dieser Methode dem AtemschĂŒler spĂŒrbar in der Behandlung zeigen, weshalb ihm ein Teil seiner eigenen Lebendigkeit durch das entsprechende Material oder einen devitalen Zahn bzw. unvertrĂ€gliche Zahnwerkstoffe genommen ist.

Kannst Du auch hierzu ein Fallbeispiel erzÀhlen?

Ich schildere vielleicht ein Erlebnis, das uns auf die weitreichende Dimension sowohl eines toten Zahns als auch auf eine positive Übertragung aufmerksam macht. Es betrifft eine Frau mit Depressionen. Bei Depressionen findet man immer VitalitĂ€tsbeeintrĂ€chtigungen und seitenverkehrte Disregulationen durch tote ZĂ€hne. Sie hatte nur einen wurzelbehandelten Zahn. Aber der genĂŒgte. Es war der erste. Ich gab ihr die Nosode „wurzelbehandelter Zahn“ von Staufen-Pharma in die Hand. Daraufhin fragte ich ĂŒber den Resonanzabgleich, welche seelisch-geistige Belastungen sich an diesen Zahn binden. Der Test ergab „gefĂŒhlskalter Vater“.

Den gefĂŒhlsvoll warmherzigen Vater hast Du dann gespielt?

Einiges spricht in diesem Fall dafĂŒr. Jedenfalls blĂŒhte unter meinen HĂ€nden daraufhin deren Atembewegung, die kaum Kraft am Kreuzbein hatte, zu einer erstaunlich fĂŒlligen Vollatembewegung auf. Ich war verblĂŒfft: Es war so, als hĂ€tte sie ĂŒberhaupt keine Depression mehr, die zuvor noch an ihrem spannungslosen Atemrhythmus mit seiner versackenden Atempause abzulesen war. Also in diesem Sinn gibt es durchaus auch zunĂ€chst positiv zu bewertende Übertragungen.

Man fragt sich natĂŒrlich, weshalb ein schulmedizinisch ordentlich reparierter Zahn eine solche verheerende Wirkung haben kann?

In diesem Fall dĂŒrfte entscheidend gewesen sein, dass der mit diesem belastenden Zahn korrespondierende Organ-Meridian auch die Integration aller Sondermeridiane ruinierte, weshalb der Aufbau eines sensorischen Verhaltens im Raum stark beeintrĂ€chtigt wurde. Das einfache VerhĂ€ltnis von Ausdehnung und Positionierung, die sich durch das Ein- und Ausatmen realisieren, sowie das komplexe in der Herstellung von Verbindungs- und Distanzbeziehungen driftete bei ihr auseinander. Sie hatte schon immer Probleme mit ihrer Selbstbehauptung. Hier im therapeutischen Raum, mit der Hilfe einer Zahnnosode und durch die menschliche Begegnung mit mir konnte exakt dieses einfache Dasein im vital-sensorischen Raumverhalten realisiert werden. Dieses enge Ineinander von stofflicher und seelisch-geistiger Information, das wir immer wieder bei dentalen Störungen finden, macht das Zahnthema fĂŒr alle alternative Heilkunde so brisant. Und vieles, mit dem sich die Psychotherapie rumplagt, hat mit der Arbeit des Zahnarztes zu tun.

Und das soll ausreichen?

Diese leiblichen Beziehungen des sensorischen Raumaufenthaltes waren noch in einer anderen Weise verletzt, was nun die beschriebene BeeintrĂ€chtigung erst zum richtigen Tanzen brachte. Sie hatte einen eigenartig leeren mittleren Atemraum. Das dĂŒrfte die Folge davon sein, dass ihr im Gehörgang Kunststoffe eingesetzt worden waren. Das Ohr korrespondiert mit dem mittleren Atemraum, in dem sich alle Atemdynamiken zur Ichkraft verdichten. Dieser Zusammenfall zweier energetischer Belastungen war wesentlich fĂŒr die Beförderung der depressiven Verstimmung. Hinzu kam noch, dass sie auf einer geopathischen Belastung (Informationszufuhr durch Wasseradern) schlief. Auch ihr Sofa, auf dem sie sich nach der Arbeit ausruhte, war diesbezĂŒglich belastet.

Über die Bedeutung des chinesischen Meridiansystems hast Du in Deinen „Ruinösen Zahnwerkstoffen“ ausfĂŒhrlich geschrieben und auch die verschiedenen Stufen der Raumbeziehungen dargestellt. Interessant ist, dass Du anratest, quasi den Zahn mit belastendem Material oder bei vorhandenen EntzĂŒndungen oder devitalem Eiweiß eines wurzelbehandelten Zahnes als einen Sender fĂŒr Übertragungen zu begreifen. Das ist wirklich eine ungewöhnliche Sichtweise.

Ochsenreither, dem ich hier nur folge, sah in jedem devitalen Eiweiß die Ursachen fĂŒr Belastungen durch Übertragungen. Wer sich von einem Zahn verabschiedet hat, weil er um diese psychische Belastung weiß, nimmt meist sehr deutlich wahr, wie sich der Raum auf dieser oder auch auf der anderen Körperseite wieder öffnet. Er fĂŒhlt sich entlastet. Was ein toter Zahn belasten kann, ist auf eine eigene Weise experimentell erfahrbar. Man potenziert das Wasser, das durch die Frequenzen des gezogenen Zahns informiert worden ist, etwa auf D 60 oder D100 oder auch D 150 hoch. Wenn man das mit innerer Teilnahme macht – also das SchĂŒtteln als EmpfindungsrĂŒckstoß im eigenen Leib erlebt, ist man danach fix und fertig. Anschließend hĂ€lt man das selbsthergestellte Mittel in der Hand und wird Erleichterung spĂŒren. Allerdings darf man das hier zum Experiment anempfohlene Potenzieren nicht den Patienten ĂŒberlassen.

Weshalb nicht?

Weil sie dann ihre Belastungen drauf potenzieren.

Also auch das hast Du ausprobiert.

Ochsenreither hat alles selbst potenziert und zwar aus diesem Grunde. Ich habe mal einen anderen depressiv verstimmten, die Wasseraderninformationen seiner eigenen Wohnung hochpotenzieren lassen. Ich stand dabei. Das Resultat war, dass ich seine Atembewegung annahm, als ich das von ihm hergestellte Mittel in der Hand hielt. Es zog mich förmlich zu Boden und der Resonanzabgleich erbrachte die Belastungen, die ich mir von ihm dadurch zuzog.

   Textanfang

   Inhaltsverzeichnis

 


 

Übertragung und GegenĂŒbertragung in der Atembehandlung

Wir haben es bereits angesprochen: FĂŒr die Psychoanalyse haben Übertragungen eine zentrale Bedeutung. Sie stellen das Existential des therapeutischen Prozesses dar, weil diese ihn aufrechterhalten. Von da aus gesehen begreift die Psychoanalyse Übertragungen und GegenĂŒbertragungen als den affektiven Treibstoff aller Beziehungen. Ziehst Du die Übertragung nicht auf eine andere Weise als es die freudsche Psychoanalyse unterstellt in sĂ€mtliche AlltagsphĂ€nomene hinein?

ÜbertragungsphĂ€nomene beruhen auf dem Informationsaustausch im sensorischen Resonanzfeld. Die ochsenreithersche Human-Spektral-Diagnostik macht uns zunĂ€chst auf den negativen Aspekt der ÜbertragungsphĂ€nomene aufmerksam, wie er die Atembewegung hemmt oder blockiert. DemgegenĂŒber zeigen die „Bewegung aus dem Atem“ in der middendorfschen Atemerfahrung mit einem Partner oder die „Bewegung der Seele“ beim Familienstellen nach Bert Hellinger uns ebenso wie der Energiefluss beim innerlichen Sprechen von AffirmationssĂ€tzen, wie unabdingbar atemweitende Übertragungen zum Bereich des Lebendigen gehören, die immer einen Informationsaustausch nach dem Resonanzprinzip der AffinitĂ€t darstellen. In dieser doppelten Weise finden wir Übertragung und GegenĂŒbertragung wohl bei jedem GesprĂ€ch, bei jeder Geselligkeit oder selbst beim SelbstgesprĂ€ch mit einem anderen. Übertragungen werden atemanregend sein und das Wohlbefinden fördern, wenn uns der andere als Person anspricht und antrifft. Dies ist nicht mehr der Fall, wenn wir kleine Belastungen spĂŒren, die wir nicht immer genau zuordnen können. Man merkt einfach, dass da was ist oder war, das nicht gut tut. Man könnte nach der Human-Spektral-Diagnostik austesten, aber auch einfach sich abwenden oder darĂŒber schlafen. Ist man mit einer variantenreichen Vollatembewegung ausgestattet, reguliert sich das von alleine. So gesehen ist in der Atembehandlung nicht mehr alles heilig. Der Resonanzabgleich ist mir zu einer großen Hilfe geworden, auch in dieser Hinsicht die eigene Atemarbeit zu verbessern.

Kannst Du direkt zeigen, wie sich eine Übertragung, die von Dir ausgeht, in der Atembewegung eines AtemschĂŒlers meldet?

Ich hatte mit einer Frau schon ĂŒber Jahre hinweg immer wieder gearbeitet. Sie verfĂŒgte ĂŒber eine fĂŒllige und dichte Vollatembewegung. Sie war ursprĂŒnglich wegen ihrer MigrĂ€ne zu mir gekommen. Und nun nach ĂŒber einem dutzend Jahre sollte sie in einer ĂŒber einjĂ€hrigen Behandlungsphase in eine große, ĂŒbrigens nun recht unspektakulĂ€re Wandlung eintreten. Vordem wurde sie kaum noch von einem Anfall heimgesucht und schließlich sollte es mit Hilfe telefonisch geleisteter Human-Spektral-Diagnostik und sich anschließender Zuwendung an den eigenen Atem gelingen, sogar einen heraufziehenden Anfall abzufangen.

Dies ist aber außergewöhnlich. Normalerweise fĂ€llt man in dieses Gehirngewitter widerstandslos hinein.

Dies war deshalb möglich, weil der Herzraum frei geworden war bzw. die Spannung um den 6./7. Brustwirbel nachhaltig aufgelöst werden konnte. Die ursprĂŒngliche MigrĂ€nedisposition war insofern nur noch an einer kleinen Spannung auf dem obersten Halswirbelsegment und einer am 12. Brustwirbel zu erkennen.

Gut, ihr hattet jahrelang gearbeitet, da entsteht eine andere Achtsamkeit auch gegenĂŒber diesem die Sinne beeintrĂ€chtigenden Anfall, der ja sich gerade darin definiert, dass das Ich seine VerfĂŒgung verliert.

Aber selbst, wo das Hineinfallen geradezu zum Programm gehört, kann sich eine lange Atemarbeit auszahlen. Ein anderes Beispiel gilt es zu erzĂ€hlen, das nach einer lĂ€ngeren Behandlungsfrequenz, in der ich Homöopathie, Human-Spektral-Diagnostik und Atembehandlung integrierte. Ebenfalls eine AtemschĂŒlerin hatte ihren Heimatort besucht und wachte nachts nach einem Traum auf und bemerkte, dass eine MigrĂ€ne aufzog. Sie saß in einer Kammer, die voller GerĂŒmpel war. Die brachte den Traum damit zusammen, dass sie als Kind hin und wieder zur Strafe eingeschlossen wurde. Ihr Mann ermunterte sie, das GerĂŒmpel auf den SperrmĂŒll zu werfen.

Und das unterbrach die beginnende MigrÀne?

Sie stand auf und wollte es nun wissen. Sie suchte ĂŒber ihr eigenes SpĂŒrempfinden Resonanz bei ihren homöopathischen Mitteln und fand ihr Konstitutionsmittel Sepia in einer LM XII Potenz. Mit dem in der Hand ließ sie sich auf ihren Atem ein. Und das war es dann. Die MigrĂ€ne, die sich bereits angemeldet hatte, kam dann doch nicht zu Besuch.

Aber zurĂŒck zur Übertragung.

Zur Übertragung kam es in einem kurzen GesprĂ€ch vor der Behandlung, in dem wir uns ĂŒber ihre VerĂ€nderung in den letzten Wochen unterhielten. Sie hielt in Alltagsroutinen hĂ€ufig inne und ihr Anders-werden nahm sie durch ein Aufmerken wahr. Sie sagte auch, dass dies ihr aber auch Angst mache. Ich hĂ€tte ihr daraufhin nicht beschwichtigend zureden dĂŒrfen, was sich als ein BemĂ€chtigen herausstellen sollte. Ich hĂ€tte die von mir grundsĂ€tzlich angemahnte Distanz halten mĂŒssen und kein Wort mehr sagen dĂŒrfen. Ich hatte es zu gut gemeint und ihr Angst nehmen wollen. Man kann in dieser Situation, in der jemand noch zurĂŒckschreckt, in die Volle des eigenen Atems zu gehen, sich dessen bemĂ€chtigen. So bekam ich prompt die Quittung.

Wie war diese ausgestellt?

Ich hatte in einer nachfolgenden Behandlungssituation die eine Hand am Hinterhauptsloch des Kopfes und die andere am 12. Brustwirbel angelegt. Ich bekam im gesamten dem oberen Bereich, auch als ich die Hand zwischen die Schultern legte, wo grob gesagt, die VertrauensfĂ€higkeit den Raum regiert, keine Antwort. Die Atembewegung zerfloss in der oberen BrustwirbelsĂ€ule. Die Atembewegung aber entwickelte sich demgemĂ€ĂŸ zu stark unter der Hand, die am 12. Brustwirbel auflag. Sie ĂŒberdehnte sich also im hinteren Bereich des mittleren Atemraumes, in dem sich Fragen des Selbstvertrauens stellen.

Normal geht man dann einfach weg von einer Stelle und lĂ€sst den AtemschĂŒler

Nicht unbedingt sucht man einen anderen Leibbereich, an dem vielleicht die Person des Behandelten mit den HĂ€nden angesprochen werden kann. Es bedarf hierzu keiner Überlegung. Jedes Denken wĂ€re schon eine Überdosis des atemhemmenden Giftes. Die HĂ€nde entscheiden im SpĂŒren, wohin sie sich bewegen. Manchmal empfiehlt es sich geduldig zuwarten. Dass ich jedoch die Person bedrĂ€ngte, wurde fĂŒr mich durch die aufgeblĂ€hte Atemweise am unteren RĂŒcken sichtbar. Dies fiel mir zwar auf, aber ich trat deswegen nicht in eine Reflexion. Stattdessen entschied die Situation. Sie sagte nun, dass ihre Kehle nicht frei sei. Diese Aussage drĂ€ngte mich intuitiv zum Resonanzabgleich.

Und was hast Du ausgetestet?

Die erste Information, die ich identifizierte und die veranlassend war, lautete „Befehl“. Die zweite ĂŒber den Resonanzabgleich gefundene Referenzampulle betraf die Frequenzen des Themas „Von Unberechtigtem Weisung erhalten“. Nur beide Information waren BeeintrĂ€chtigungen, die – wie der weitere Resonanzabgleich ergab – von mir kamen.

Wenn Du das ÜbertragungsphĂ€nomen als Resonanzereignis verstehst, muss es auch bei Deiner AtemschĂŒlerin etwas gegeben haben – so jedenfalls spricht die Psychoanalyse –, weshalb diese durch Dich informativ belastet werden konnte. Sie muss zur Resonanz bereit gewesen sein.

SelbstverstĂ€ndlich. Sigmund Freud  wird im Lichte der auf den Atem ausgerichteten Scheinwerfer mit Hilfe der ochsenreitherschen Human-Spektral-Diagnostik bestĂ€tigt. Die Human-Spektral-Analyse der leiblichen Resonanzbeziehungen ermöglicht einen einzigartig klaren Einblick in die Natur von Übertragungen und GegenĂŒbertragungen. Ich fragte durch den Test weiter, auf welche Informationen meine Übertragungen bei meiner AtemschĂŒlerin trafen, wegen denen sie momentan nicht in der Lage war, meine Belastungen zu selektieren.

Worin bestand bei Deiner AtemschĂŒlerin eine AffinitĂ€t, weshalb sich die beiden Belastungen von Dir auf sie ĂŒbertragen konnten. Was war also die GegenĂŒbertragung bei ihr?

Der Test ergab: „Versagensangst“ und „Angst vor Intuitionen“. In der letzten Information lag auch der Hinweis, worĂŒber der Problemkomplex aufzulösen war.

Das waren also Übertragungen und GegenĂŒbertragungen?

Wahrscheinlich im originĂ€rsten Sinne der Psychoanalyse und in einer benannbaren PrĂ€zision, welche das Vorgehen der Tiefenpsychologie ĂŒbersteigt.

Es ging bei ihr um das Zulassen und Leben von Intuitionen?

Es scheint so zu sein und diese Information entsprach auch ihrer Atemsituation. In ihrem Reifestadium der Atementwicklung war in den letzten Wochen sehr deutlich geworden, dass sie das ihr unbekannte Innere annehmen lernen sollte.


   Textanfang
   Inhaltsverzeichnis 

[ResonanzphĂ€nomene] [Homöopathie] [ZĂ€hne] [Heilhindernisse]